John Doe präsentiert

Myriam Resch, Wandmalerei



Die Arbeiten von Myriam Resch bestehen aus malerischen Annäherungen an architektonische Strukturen und geometrische Ordnungen. Für John Doe hat Myriam Resch Wandmalereien gemacht, die sich auf die architektonische Spezifik des Ausstellungsraumes beziehen.
Obwohl sie dreidimensional hinsichtlich ihrer Expansion auf die verschiedenen Wände des Raums, hinsichtlich ihres Verständnisses von Architektur als stereometrischer Form sind, so bezieht sich ihr Inhalt doch auf die zweidimensionalen Arbeiten von Myriam Resch, indem sie zwischen Fläche und Perspektive wechseln.
Nur leicht gedreht erschweren die Fassaden und Gitterstrukturen die Festlegung eines einzigen Betrachterstandpunktes. In der Tat handelt es sich nicht um einen Standpunkt, sondern um verschiedene Positionen, die gemäß cinematographischer Erfahrung funktionieren. Daher ist es auch wesentlich, sowohl die Ansicht von außerhalb des Ausstellungsraums wahrzunehmen, als auch den Raum zu betreten um den Wechsel zwischen Bild und Objekt zu erfahren.
Durch die Irritation eines Einzelstandpunktes schafft Myriam Resch ein Universum abstrakter Konstellationen, ohne die Domäne optischer Illusion verlassen zu müssen.
Selbst die sorgfältige Auswahl des Farbspektrums trägt diesem Phänomen Rechnung und greift die cinematographische Erfahrung auf, indem die inhärenten Spannungen und Überraschungsmomente an den unbewußten und kollektiven Bildervorrat des Betrachters appelieren. Sie erzeugen somit Bilder, die zwar nicht direkt dargestellt, aber im Ursprung der Werke angelegt sind.



Doreet Harten


 
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